Trans Provence

Die Mutter aller Enduro Reisen und auch heute noch ein Must Do.

Mountainbiken in den französischen Seealpen – Die Bühne der Trans Provence

Die Trans Provence steht sinnbildlich für das Mountainbiken in den französischen Seealpen: roh, ursprünglich und geprägt von einer Landschaft, in der alpine Wildnis auf mediterrane Leichtigkeit trifft. Zwischen schroffen Kalksteingipfeln, tiefen Schluchten und sonnenverwöhnten Kiefernwäldern entfaltet sich ein Terrain, das wie geschaffen ist für anspruchsvolle Enduro- und All-Mountain-Fahrer. Die Trails folgen der natürlichen Topografie und eröffnen ein MTB-Erlebnis, das authentischer kaum sein könnte. Die Seealpen verbinden Hochgebirgscharakter mit Meeresnähe, was für eine außergewöhnliche Vielfalt und eine besondere Atmosphäre sorgt, die weltweit ihresgleichen sucht.

Die Trans Provence hat die Region international bekannt gemacht und ihr eine einzigartige MTB-Identität verliehen. Das mehrtägige Etappenformat, das ohne Streckenbesichtigung auskam und Mountainbikern reines „Blind Riding“ abverlangte, brachte die Essenz der Seealpen auf den Punkt: Abenteuer, Spontanität und völliges Eintauchen in die Natur. Auch wenn das ursprüngliche Rennen nicht mehr jährlich stattfindet, ist sein Geist allgegenwärtig. Die legendären Abfahrten über verblockte Passagen, offene Almhänge und endlose Singletracks spiegeln den Charakter der Region wider und stehen heute sinnbildlich für alpines Trailriding mit echtem Wildnisgefühl. Die Verbindung von hohen Gipfeln, tiefen Tälern und dem finalen Ausblick Richtung Mittelmeer machte die Trans Provence zu einem Meilenstein in der MTB-Geschichte.

Was die Trans Provence besonders macht, sind die Wege, die auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Viele Pfade wurden als Maultierwege für den Handel angelegt, andere entstanden aus militärischen Anforderungen oder der traditionellen Hirtenkultur der Region. Diese historische Vielfalt verleiht den Trails ihre charakteristische Struktur: steinige Serpentinen, alte Plattenwege, schmale Waldpfade und hochalpine Verbindungsrouten. Beim Fahren spürt man die kulturelle Tiefe der Seealpen in jeder Kurve. Die kleinen Bergdörfer, der provenzalische Lebensstil und die ausgeprägte Naturverbundenheit der Einheimischen machen das Erlebnis komplett. Mountainbiken in der Region bedeutet nicht nur sportliche Herausforderung, sondern auch eine Reise durch die Geschichte der Alpen und die kulturelle Identität Südfrankreichs.

Unsere Strecke

Wir starten gemeinsam um 8:00 morgens in Innsbruck mit Shuttlebus und Anhänger. Die Anfahrt erfolgt über den Brenner. Ein späterer Zustieg ist möglich, aus logistischen Gründen für den Rücktransfer aber spätestens in Mailand.

Unser erster Bike-Tag beginnt mit einem Shuttle, der uns bequem näher an den Einstieg der Tour bringt. Von dort treten wir noch entspannte 600 Höhenmeter hinauf, bevor wir den ersten Trail des Tages erreichen. Dieser startet technisch anspruchsvoll und geht später in einen herrlich flowigen Abschnitt über. Unten angekommen erwartet uns bereits der Shuttlebus – samt wohlverdienter Mittagsjause.

Der zweite Anstieg des Tages hat es in sich: Rund 900 Höhenmeter stehen an, von denen etwa die Hälfte geschoben werden muss. Die Mühe lohnt sich jedoch, denn am Ende wartet ein traumhafter Trail mit einer beeindruckenden Aussicht. Ein kurzer Gegenanstieg führt uns anschließend zum Grande Finale des Tages: einer spektakulären Abfahrt über graue Erde und ausgesetzte Grate hinunter nach Barcelonnette.

Insgesamt bewältigen wir am ersten Tag knapp 1.700 Höhenmeter aus eigener Kraft.

Wir starten den Tag mit einem Shuttle auf den Col d’Allos. Von dort führt uns ein wunderschöner Uphill-Trail hinauf bis zum Einstieg unserer ersten Abfahrt. Anschließend genießen wir puren Trailspaß bergab nach Allos.

Es folgt ein herrlicher Balkon-Cross-Country-Trail, der uns bis nach Colmars bringt. Dort eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für den Nachmittag: Je nach Gruppe gestalten wir den weiteren Verlauf entweder tretlastig oder shuttleunterstützt. Ganz gleich, wofür wir uns entscheiden – am Ende stehen garantiert französische Enduro-Trails bergab auf dem Programm.

Die Höhenmeter aus eigener Kraft variieren an diesem Tag je nach Variante zwischen 500 und 1.300 hm.

Wie jeden Tag starten wir mit einem Shuttle, das uns auf den nächsten Tour-de-France-Pass bringt. Anders als sonst geht es von dort jedoch direkt bergab: Ein traumhafter Trail erwartet uns, der sich entlang der Grenze des Mercantour-Nationalparks schlängelt.

Anschließend steht der längste durchgehende Anstieg der Woche bevor – rund 1.000 Höhenmeter am Stück. Trotz der Höhe ist er extrem kurzweilig und abwechslungsreich, und die darauffolgende Abfahrt zählt zu den besten Trails der gesamten Region.

Am Nachmittag lassen wir es entspannter angehen und shutteln ausschließlich. Bis zu vier Abfahrten erwarten uns: graue Erde, schnelle Enduro-Waldtrails und unzählige Highlines in den Kurven.

Insgesamt bewältigen wir heute rund 1.200 Höhenmeter aus eigener Kraft.

Dieser Tag könnte problemlos als eigene Reise durchgehen. Nach rund 400 Höhenmetern auf Forstweg und Singletrail startet eine Abfahrt, die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Zunächst geht es über rot erdige, fast tennisplatzartige Böden mit spannenden technischen Passagen und einem kleinen Rampage-ähnlichen Freeride-Abschnitt. Danach folgen schottrige Trails sowie abstrakt geformte Segmente aus grauer Erde.

Wir fahren durch eindrucksvolle Dörfer, die direkt in die Felswände gebaut sind, und nach einem kurzen, aber fordernden Gegenanstieg wartet eine verspielte Sektion über weiße Felsen. Am Nachmittag besteht bei Bedarf die Möglichkeit für ein zusätzliches, langes Bonus-Shuttle, bevor wir schließlich mit dem Bus hinauf zu unserer nächsten Unterkunft fahren.

Die Tagesleistung bergauf liegt bei etwa 800 Höhenmetern.

Heute stehen zwei absolute Megatrails auf dem Programm. Den ersten muss man sich allerdings mit einem teilweise knackigen Anstieg über 400 Höhenmeter verdienen. Die Mühe lohnt sich jedoch sofort, denn anschließend wartet die längste Abfahrt der gesamten Woche – ein epischer Trail bis hinunter nach Lantosque.

Nach dem Mittagessen geht es direkt wieder ins Shuttle und weiter durch das sogenannte „Disneyland“ nach l’Escarène. Und wer am Nachmittag noch Kraftreserven hat, kann sich auf ein drittes Shuttle freuen, gefolgt von einer finalen Abfahrt nach Sospel.

Insgesamt bewältigen wir rund 900 Höhenmeter aus eigener Kraft – und wie so oft ein Vielfaches davon bergab.

Rund um Sospel nutzen wir kürzere Shuttles, die uns zu meist technisch etwas anspruchsvolleren Trails bringen. Auch ein Abstecher ins Val Roya darf dabei natürlich nicht fehlen. Bis zum Mittagessen holen wir heraus, was geht – so lange, bis selbst das Halten des Lenkers zur Herausforderung wird.

Danach sind wir bereit für die große, finale Abfahrt. Hier lassen wir es bewusst ruhiger angehen und genießen den letzten Trail bis hinunter ans Meer.

Die Höhenmeter aus eigener Kraft bleiben heute mit etwa 500 Metern angenehm überschaubar.

Wir starten früh morgens in Menton um am späteren Nachmittag wieder in Innsbruck zu sein.

Unsere Route ist wie bei allen Reisen nicht in Stein gemeisselt, bietet aber in dieser Form unserer Erfahrung nach den größten Erlebniswert. Wir kennen aber auch viele Alternativen und können flexibel auf Gruppe und Wetter reagieren. Für Privatgruppen bieten wir auch gerne an die Erwartungen angepasste Routen an. Zum Beispiel mehr Shuttle und weniger Höhenmeter, oder eine für E-Bike Gruppen optimierte Variante.

Die Unterkünfte

Untergebracht sind wir auf der Trans Provence primär in Hotels im Tal. Diese reichen von klassisch südfranzösisch im Hinterland bis hin zu einfachen ’normalen‘ 3 Stern Hotels an der Mittelmeerküste. Bei der Unterkunftsauswahl legen wir großen Wert auf Authentizität und bevorzugen kleine familiäre Hotels. Dort wo es Auswahl gibt, liegen die Hotels preislich nah beieinander. Wir entscheiden uns also stets für das charmantere bzw. bessere Hotel. Im zweiten Teil der Reise hat man meist sowieso keine Wahl. Dadurch, dass hier der Tourismus seine besten Jahre längst hinter sich hat, verschwinden auch jährlich Hotels, und gerade in Sospel zum Beispiel greifen wir auch auf gemütliche Apartments zurück und besuchen zum Frühstück ein nettes Cafe für den Start in den Tag.

Fragen, Anfragen und individuelle Tour

Ob allgemeine Infos, Reiseanfragen oder eine privat geführte Trans Provence: Wir helfen gerne weiter und planen Touren nach Bedingungen und Zielsetzung.

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